«Ein neues Museum für die Akropolis»
«Το Νέο Μουσείο της Ακρόπολης»
Sonderausstellung vom 13. Mai – 26. Juli 2009
Am 20. Juni wird in Athen nach mehrjähriger Planungs- und Realisierungsphase das neue Akropolismuseum eröffnet. Das vom Schweizer Architekten Bernard Tschumi zwischen 2001 und 2006 erbaute dreigeschossige Gebäude liegt 300 Meter in südlicher Richtung von der Akropolis entfernt. Es ersetzt das alte auf der Burg erbaute Akropolismuseum. Im Vergleich zum Vorgängerbau bietet das neue Museum mit 14’000 Quadratmeter Ausstellungsfläche rund zehnmal mehr Platz.

Abb. 01: Akropolismuseum, Athen: Innenansicht des Gebäudes.
Der untere Teil des Museums überspannt ein reiches archäologisches Gelände, das vom 5. Jh. bis zum 12. Jh. ununterbrochen besiedelt war, und das in die moderne Architektur einbezogen und damit erhalten werden konnte. Im mittleren Stockwerk beherbergt der Bau all die herausragenden archaischen Statuen und andere Funde, die auf der Akropolis gemacht wurden – bis auf die Parthenonskulpturen, die in einer eigenen Galerie in der obersten Etage ausgestellt sind. Von dieser eröffnet sich ein Panorama auf die Akropolis mit dem Blick auf eben jenen Parthenon. Ein innerer Kubus, der genau die gleichen Ausmasse und Ausrichtung wie die Cella des Tempels aufweist, dient der originalgetreuen Anbringung der Friesteile.

Abb. 02: Akropolismuseum, Athen: Parthenongalerie mit Fragmenten des Westgiebels.
Die Ausstellung vermittelt anhand von Photos und Modellen einen Einblick in die Architektur und das Ausstellungskonzept des neuen Museums und stellt in Abgüssen ausgewählte Exponate und Funde, die bei den dem Bau vorangegangenen Grabungen zu Tage gekommen waren, vor.

Abb. 03: Akropolismuseum, Athen: Mittleres Geschoss mit provisorischer Aufstellung der Akropolis-Statuen.
Die Basler Skulpturhalle ist zur Präsentation dieser Ausstellung, die zuvor im Pergamonmuseum und in Heidelberg zu sehen war, insofern besonders geeignet, als der Parthenon und seine berühmten Skulpturen den langjährigen Forschungsschwerpunkt von Ernst Berger (vormaliger Direktor des Antikenmuseums und Leiter der Skulpturhalle) darstellten, und die Basler Skulpturhalle infolge dieser Forschungen die weltweit vollständigste Dokumentation dieses Bauwerks in Form von Gipsabgüssen besitzt.
Die Ausstellung wurde von der Athener Gesellschaft für die Errichtung des Neuen Akropolismuseums und der Ersten Ephorie für Prähistorische und Klassische Altertümer mit Unterstützung der Griechischen Kulturstiftung realisiert.
Der Vernissage der Sonderausstellung am Dienstag, 12. Mai, um 18.00 Uhr, geht eine öffentliche Tagung voran, an der Vertreter der am Bau und den Grabungen beteiligten griechischen Behörden über das Museum und neueste Ergebnisse zu den Grabungen und den Parthenonskulpturen referieren werden.
Diese Tagung findet von 14.30 bis 18.00 Uhr in der Aula der Universität statt. (In Zusammenarbeit mit dem Archäologischen Seminar, der Universität Basel und der Vereinigung der Freunde Antiker Kunst).
© Skulpturhalle Basel 2010 (barmasse.org)
