Ausstellungen

ANTICO-MIX – Antike in Comics

Sonderausstellung vom 31. März 1999 bis 26. September 1999

Die in der Ausstellung vorgestellten «Antiken-Comics» zeugen vom schöpferischen Einfallsreichtum und bildlichen Qualitäten dieses jungen und dynamischen Mediums, aber auch von den Einflüssen und der Faszination, die von der altehrwürdigen Antike auf die Comics ausgehen. Das so entstandene facettenreiche Antikenbild wollte die Ausstellung mit grosszügig bebilderten Textwänden, Diadschauen, Leseecken und diversen szenischen Installationen beleuchten, in denen die Kategorien «Kunst und Architektur», «Geschichte und Gesellschaft», «Mythologie und Literatur» gleichermassen behandelt wurden: Auch die Abgüsse der Skulpturhalle hat man miteinbezogen, um auf lebendige Art und Weise antike Vorbilder mit ihren Comic-Reflexen zu konfrontieren.

Lucky Luke und die Daltons als «Laokoon-Gruppe»
Abb. 1: Lucky Luke und die Daltons als «Laokoon-Gruppe».

Die Ausstellung stellte eine weltweite Premiere dar. Sie wurde auf deutsch und französisch präsentiert und von einem reichen Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen und Künstlergesprächen begleitet.

Mit Unterstützung der Berta Hess-Cohn Stiftung, der Stanley Thomas Johnson Stiftung, des Conseil Général du Haut-Rhin und der Association A.P.P.O.R.T.

Die Asterix-Reihe, die das Antikenbild einer ganzen Generation nachhaltig mitgeprägt hat, ist beileibe nicht der einzige Comic, der mit Antike zu tun hat. Es gibt unzählige weitere Comics, deren Autoren in irgendeiner Form auf antiken Mythos, Literatur, Geschichte oder Kunst zurückgegriffen haben – vielmals mit überraschenden Resultaten: Griechische Helden werden zu modernen Superhelden, versunkene Städte tauchen wieder auf, Götter und Statuen werden lebendig.

Zur Ausstellung erschien auch ein umfassender und reich bebildeter Katalog mit erschöpfenden Abhandlungen eines internationalen Autorenkollektivs, der an der Kasse erhältlich oder im Shop der Skulpturhalle zu bestellen ist.