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Aktuelle Ausstellung
«Die herrlichsten Statuen des Altertums»
01. Mai bis 09. September 2007
Vor etwas mehr als 500 Jahren, am 14. Januar 1506, wurde in Rom die berühmte Laokoongruppe ausgegraben ... und vor bald 120 Jahren, am 22. Oktober 1887, wurde am Steinenberg in Basel die erste Skulpturhalle eröffnet. Zwischen diesen zwei «Eckdaten» spielte sich ein entscheidender Prozess ab, der die Kulturgeschichte Europas nachhaltig und fortdauernd geprägt hat: die Wiederentdeckung der klassischen Antike.

Abb. 1: Dornauszieher. Original in den Kapitolinischen Museen in Rom (Photo: Andreas F. Voegelin)
Eine Legion von Künstlern, Dichtern und Gelehrten hatte die Hinterlassenschaft der griechischen und römischen Welt, besonders diejenige der Plastik, gesammelt, kopiert, beschrieben und erforscht. Zu unentbehrlichen Hilfsmitteln des Studiums antiker Plastik und der Verbreitung des Kunstgeschmacks in ganz Europa wurden Gipsabgüsse, die es erlaubten, die Laokoongruppe, den Apoll von Belvedere, den Dornauszieher und die anderen damals besonders geschätzten antike Meisterwerke auch ausserhalb Italiens bewundern und studieren zu können.
Die Skulpturhallenschau stellt – nach den Jahrhunderten ihrer Entdeckung geordnet – alle diese Werke, die dank ihrem ästhetischen Potential entscheidend zu dieser Wiederentdeckung und Prägung des europäischen Kunstgeschmacks beigetragen haben, in Abgüssen aus dem Altbestand prominent vor.

Abb. 2: Faustkämpfer. Original im Thermenmuseum in Rom (Photo: Andreas F. Voegelin)
Es sind, um es mit den Worten von Johann Wolfgang von Goethe auszusprechen, «die herrlichsten Statuen des Alterthums».
(Die Ausstellung ist eine komprimierte Form jener Ausstellung, die vom 11. November 2006 bis 14. Januar 2007 im Museo d’Arte in Mendrisio zu sehen war.)
Photograph Andreas Vögelin stellte von den «herrlichsten Statuen» neue Aufnahmen her, die im Museumsshop als Postkartenserie vorliegen.
© Skulpturhalle Basel 2010 (barmasse.org)
