Ausstellungen

Vorbild Klassik – Gemäldezyklus von Rolf Kuhlmann

Sonderausstellung vom 08. Juni bis 08. August 2004

Rolf Kuhlmann (Jg. 1963), der in Köln lebende Komponist und Maler kreiert Gemälde, die in stilistischer Hinsicht an alte Meister des Barock erinnern. Seine Werke sind jedoch nicht klassizistisch im Sinne einer reinen Nachempfindung historischer Vorbilder, sondern neue Kompositionen, in denen – Traumszenen gleich – Gestalten und Gegebenheiten aus antiker Geschichte und Mythologie neuartige und verfremdete Individualität annehmen.

Gemälde von Rolf Kuhlmann
Abbildung 1: Gemälde von Rolf Kuhlmann.

Für die aktuelle Ausstellung in der Skulpturhalle schuf Kuhlmann eigens einen neuen Zyklus von Gemälden, in denen bekannte und vertraute antike Skulpturen in ungewohnten Zusammenhängen aufeinandertreffen und geradezu surreale Konstellation ergeben; Kuhlmann liess hierzu in seinem Atelier lebende Modelle die Haltung klassischer Statuen annehmen und übersetzte das Gesehene in Malerei. Griechische Heroen und Götter werden so zu scheinbar realen Individuen umgedeutet. In der Gegenüberstellung zwischen den klassischen «Vorbildern» und den gemalten Modellen tun sich neue Wahrnehmungshorizonte auf, die eine ganz andere Sicht auf klassische Figuren werfen und Denkanstösse zu neuen, bisweilen gewagten Interpretationen griechischer Heroen und Götter liefern.

Parallel zu seinen malerischen Arbeiten arbeitete Kuhlmann auch an einer musikalischen Komposition zu einem Text des Theokrit. auf den sich auch zwei Gemälde beziehen. Das Musikstück «Hylas – ein mythologisches Rondo» wird an der Vernissage uraufgeführt.