Ausstellungen
Klassische Schönheit und vaterländisches Heldentum – Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891)
Sonderausstellung 10. Dezember 2004 bis 12. März 200
Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth ist ein herausragender Vertreter des schweizerischen Klassizismus. Er hat ein umfangreiches Oeuvre mit über hundert Statuen, Porträtbüsten, Reliefs und Entwürfen hinterlassen – darunter bekannte Denkmäler im öffentlichen Raum wie das Winkelrieddenkmal in Stans oder das St. Jakobsdenkmal in Basel. Dennoch ist der Künstler Schlöth heute nur den Wenigsten ein Begriff, zumal die meisten Skulpturen und Entwürfe in Museumsdepots oder in privaten Sammlungen verborgen liegen. Die Skulpturhalle möchte diesem Umstand begegnen und das umfassende und breit verstreute Werk für eine exklusive Sonderschau erstmalig vollumfänglich zusammenstellen.
Abbildung 1: Büste von Ferdinand Schlöth und Photographie von Ferdinand Schlöth im Umhang eines Scheichs.
Von 1843 bis 1874 studierte und arbeitete Ferdinand Schlöth in Rom; von den reichen Schätzen des Altertums und den Werken römischer Bildhauerkollegen inspiriert, hat er zahlreiche Statuen Büsten und Reliefs entworfen und gearbeitet. Den fortwährenden Zugang zur antiken Skulptur ermöglichte ihm nach seiner Rückkehr nach Basel die damals noch junge Skulpturhalle, für die er sich als aktives Gründungs- und Kommissionsmitglied bis zu seinem Tod im Jahre 1891 engagiert einsetzte. Die Skulpturhalle möchte, mehr als ein Jahrhundert nach seinem Tod, einen wichtigen Förderer ihrer Sammlung und vor allem einen bedeutenden Schweizer Künstler des 19. Jahrhunderts neu entdecken und beurteilen helfen.
Abbildung 2: Ferdinand Schlöth: St. Jakob-Denkmal und klassische Statue.
Zur Ausstellung erscheint im Verlag der Skulpturhalle eine reich dokumentierte Begleitpublikation. Der Historiker Stefan Hess verfasste hierzu eine umfassend recherchierte Biographie und kunsthistorische Würdigung. Der Katalog kann im Shop direkt bestellt werden.
© Skulpturhalle Basel 2010 (barmasse.org)
