Der Parthenon in Basel

Die Architektur

Der Parthenon hat bei einer Breite von 8 Säulen und einer Tiefe von 17 Säulen eine für das griechische Mutterland ungewöhnliche Grösse (üblich waren 6 Säulen an der Front und 12–13 an den Langseiten). Im Inneren weist der Tempel eine Kammer (Cella) mit offener Vorhalle und einem abgetrennten Hinterraum auf.

Erbaut wurde der Parthenon von den Architekten Iktinos und Kallikrates. Dem architektonischen Gesamtkonzept lag dabei ein ebenso einfaches wie raffiniertes Entwurfsprinzip zugrunde: Der Tempel ist in seinen Gesamtmassen ebenso wie in unzähligen Teilstrecken nach dem Proportionsverhältnis 4:9 entworfen worden. So verhält sich Gesamtbreite der Front zur Gesamtlänge des Baukörpers in einem präzisen Verhältnis von 4:9, ebenso wie die Gesamtbreite zur Gesamthöhe. Ferner ist diese Proportion auch in unzähligen Teilverhältnissen verborgen und nachmessbar, etwa in den Verhältnissen der Breite einer Triglyphe zum Säulendurchmesser, des Säulendurchmessers zum Säulenjoch, der Gesimshöhe zur Architravhöhe, usw.

Der Bau ist ein herausragender Vertreter der dorischen Bauordnung. Wesensmerkmale dieses im griechischen Mutterland entstandenen Baustils sind die Metopen-Triglyphen-Reihe, die einfachen Säulenkapitelle und fehlenden –basen sowie die im Vergleich zur ionischen Architektur kompakten Proportionen. Untypisch ist hingegen der die Aussenseiten der Cella umlaufende Fries, der als ionischer Einfluss interpretiert werden muss.

Der Athener Parthenon ist der erste griechische Tempel, der gänzlich aus Marmor erbaut wurde; selbst die Dachziegel (normalerweise aus Ton) bestehen aus Marmor. Es handelt sich dabei um die pentelische Sorte, die in den Steinbrüchen von Pentelikon (ca. 20 Km nordöstlich von Athen) gewonnen wurde.