Geschichte der Abguss-Sammlung
Die Wurzeln der Skulpturhalle Basel reichen bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Damals erwarb der Seidenbandfabrikant Johann Rudolf Burckhardt als erster Basler eine private Sammlung von Gipsabgüssen antiker Skulpturen, die er später der Stadt schenkte. Die stetig erweiterte Sammlung wurde ab 1849 im neu eröffneten Universitätsmuseum an der Augustinergasse aufbewahrt.
1887 bezogen die Gipsabgüsse als erste Sammlung des alten Universitätsmuseums ein eigenes Museumsgebäude: die eigens hinter der Kunsthalle erbaute erste Skulpturhalle im heutigen Stadtkino.
Raumnot und schwindendes Interesse an den Gipsskulpturen führte dazu, dass man die Abgüsse von 1927 bis 1963 in den Kellerräumen einer Bierbrauerei einlagerte. 1936 lehnte es die Basler Stimmbevölkerung ab, eine neue Skulpturhalle zu bauen.
Erst 1963 konnte die Skulpturhalle in den Neubau an der Mittleren Strasse 17 mit einer Ausstellungsfläche von fast 2000 Quadratmetern einziehen. Zwei Jahre zuvor war sie dem neu gegründeten Antikenmuseum Basel unterstellt worden.
Seit der Neueröffnung im Jahre 1963 ist der Bestand der Skulpturhalle vervierfacht worden. Mit circa 2200 Exponaten ist die Skulpturhalle heute die grösste Abguss-Sammlung der Schweiz und eine der grössten der Welt. Ihren internationalen Rang erhielt sie vor allem durch die einmalige Vereinigung der gesamten Bauplastik des Parthenon-Tempels auf der Athener Akropolis.


