Sammlung
Inventar (Teil 3): Erwerbungen der Jahre 1967–1970
800
Weiblicher Kopf aus einem Marmorrelief. Wohl aus einer Grabädikula aus der Zeit um 330 v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. BS 224).
Inv. 62–4.
E. Berger, $, AntK 10, 1967, 66.
801
Statue der Priesterin Nikeso von Priene (ihr Name auf der zugehörigen Inschriftbasis genannt). Marmor. Aus dem 1. Viertel des 3. Jhs. v. Chr. Berlin, Pergamonmuseum.
Inv. 63–23.
Lippold 307,11; G. Kleiner, Tanagrafiguren. Untersuchungen zur hellenistischen Kunst und Geschichte (1942), 144ff. Taf. 550; R. Horn, Stehende weibliche Gewandstatuen ($$$$), 24–25 Taf. 821.
802
Weiblicher Kopf von einer bewegten Statue. Originales, attisches (?) Marmorwerk aus dem Ende des 5. Jhs. v. Chr. Herkunft unbekannt (in deutschem Privatbesitz).
Inv. 63–41.
803
Statue eines behelmten Jünglings. Marmorkopie nach einem kurz vor der Mitte des 5. Jhs. v. Chr. entstandenen Werk. Einst in der Villa Ludovisi, dann Sammlung Somzée, jetzt Mariemont, Museum.
Ergänzt: Streifen am Hals und Nackenschopf, die Nase, rechtes Knie, rechter Fuss mit Ausnahme der Ferse, Glied und Plinthe.
Inv. 70–1.
A. Furtwängler, Sammlung Somzée. Monuments d’art antique (1897), Nr. 4 Taf. 3–5; Lippold 130 Anm. 6; Les Antiquités du Musee de Mariemont ($$$$) 66 Nr. G4 Taf. 20.
805
Kopf einer Marmorstatue eines bewegten jugendlichen Heros. Aus Olympia. Werk aus dem 3. Viertel des 4. Jhs. v. Chr. Olympia Museum.
Inv. 64–45.
G. Treu, Olympia III. Die Bildwerke von Olympia in Stein und Ton (1897), 208–209 Taf. 54,3–4; Lippold 284,10.
806
Sog. «Juba». Porträtkopf eines jugendlichen Herrschers aus der frühen Kaiserzeit. Griechische Arbeit. Marmor. Aus Athen. Athen, Nationalmuseum Nr. 457.
Inv. 64–62.
S. Karouzou, Museé Archéologique National, Collection des sculptures (1968), 191 Nr. 457.
809
Behelmter Kriegerkopf. Herkunft unbekannt. Arbeit aus dem 2. Jh. v. Chr. Wohl in vager Anlehnung an ein Werk aus dem 4. Jh. v. Chr. Rom, Museo Nazionale.
Inv. 65–11.
F. Matz, Antike Bildwerke in Rom mit Ausschluss der grösseren Sammlungen. Weitergeführt und herausgegeben von F. von Duhn I–III (1891), 1 Nr. 1097.
810
Römische Marmorkopie eines bekannten weiblichen Kopftypus aus phidiasischer Zeit. Nach E. Schmidt, V. M. Strocka und G. Becatti zum Torso der sitzenden «Olympias» (vielleicht einer Aphrodite Statue)(vgl. Nr. 878) zugehörig. Einst Corneto, Tarquinia. Jetzt amerikanischer Privatbesitz.
Inv. 65–18.
Zu dem Kopftypus und Replikenliteratur zuletzt zusammengestellt von V. M. Strocka, JdI 82, 1967, 140ff.; G. Becatti, Studi Miscellanei 15, 1969/70, 35ff.
811
Fragment eines Barbarenkopfes von einem wohl der frühen Kaiserzeit angehörenden Marmorrelief. Herkunft unbekannt. Bonn (?)(ehemals Sammlung Hirsch).
Inv. 65–19.
812
Klassizistisches weibliches Marmorköpfchen. Wohl aus der frühen Kaiserzeit. Aus Adana. In deutschem Privatbesitz.
Inv. 65–21.
813
Bärtiges Götterköpfchen aus rotem Stein, in Anlehnung an Dionysos–Figuren des 4. Jhs. v. Chr. geschaffen. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä 221).
Inv. 65–33.
E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A9.
814
Frauenkopf mit Schleier von einer Grabstatue oder einem Hochrelief aus dem 3. Viertel des 4. Jhs. v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä 205).
Inv. 65–34.
Schefold, Meisterwerke Nr. 338; E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A14.
815
Mädchenkopf mit Zopffrisur aus dem Ende des 4. Jhs. v. Chr. Zum Einsetzen in eine Statue (Grabstatue?). Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä 214).
Inv. 65–35.
Schefold, Meisterwerke Nr. 340; E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A15.
817
Marmorgesicht von einem kolossalen Herakleskultbild einer Akrolithstatue, wohl nach einem skopasischen Vorbild im 2. Jh. v. Chr. entstanden. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä 203).
Inv. 65–37.
E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A18.
818
Marmorner Kopf eines bärtigen Gottes (von einem Kultbild des Asklepios?) aus dem 1. Jh. v. Chr. Die verlorene Kalotte war angestückt. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä 224).
Inv. 65–38.
Schefold, Meisterwerke Nr. 391; E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A26.
819
Jünglingskopf mit Binde aus der frühen Kaiserzeit in Anlehnung an ein Werk aus der Mitte des 5. Jhs. v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä $$).
Inv. 65–39.
E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A27.
820
Römische Kopie des um 360/350 v. Chr. von Praxiteles geschaffenen angelehnten Satyrn. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kä 226).
Der abgebrochene linke Unterschenkel passt im Knie Bruch auf Bruch an.
Inv. 65–40.
E. Berger, Kunstwerke der Antike (1963), A11.
821
Marmorstatue des Dionysos aus der frühen Kaiserzeit in Anlehnung an ein Werk des 4. Jhs. v. Chr. geschaffen. Basel, Antikenmuseum (Leihgabe Tessin).
Inv. 65–41.
Schefold, Führer durch das Antikenmuseum Basel ($$$$) Nr. 49.
822
Marmorkopf des Dionysos. Römische Umbildung (?) eines Werkes des 4. Jhs. v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv Me ??).
Inv. 65–42.
Schefold, Meisterwerke Nr. 333.
823
Originaler Jünglingskopf aus der Zeit der Parthenonskulpturen, attisch. Basel, Antikenmuseum (Inv. BS 230).
Inv. 65–43.
Schefold, Meisterwerke Nr. 301.
824
Marmortorso eines nackten Jünglings, der eine Gefahr abwehrt (Niobide? Krieger?). Aus dem 1. Viertel des 4. Jhs. v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. BS 229).
Inv. 65–44.
Schefold, Meisterwerke Nr. 311.
825
Kopf eines jugendlichen Gottes (Apollon?) von einem Hochrelief. Wohl in der frühen Kaiserzeit unter dem Eindruck klassischer Werke geschaffen. Basel, Antikenmuseum.
Inv. 65–45.
Schefold, Meisterwerke Nr. 310.
826
Torso einer Replik des Stephanosknaben (vgl. Nr. 282 und 530). Kunsthandel.
Inv. 65–46.
Zu den anderen Repliken siehe Lippold 129 Anm. 9, 386.
827
Torso einer nackten Jünglingsfigur. Kaiserzeitliches Werk in Anlehnung an ein spät– oder nachpolykletisches Werk. Kunsthandel.
Inv. 65–47.
828
Statuettentorso einer nackten männlichen Figur. Hellenistische Kopie nach einem polykletischen Werk. Basel, Antikenmuseum (Leihgabe Tessin).
Inv. 65–48.
K. Schefold, Führer durch das Antikenmuseum Basel ($$$$), 106 Nr. 18.
829
Kopfreplik der Athena Parthenos des Phidias (vgl. Nr. 104–105). Kopenhagen, Ny Carlsberg Glyptothek.
Ergänzt: am Kinn Stelle in Gips ergänzt.
Inv. 66–7.
F. Poulsen, Catalogue of Ancient Sculpture in the Ny Carlsberg Glyptothek (1951), 91 Nr. 91.
830
Langseite einer Marmorbasis, von der noch die andere Langseite (mit Spuren stehender Figuren) und eine Schmalseite (mit einem Pferd) erhalten sind. ln die Basis war eine Stele eingelassen. Nach Svoronos vielleicht Weihung des Alkibiades für seinen 420 (oder 416) v. Chr. errungenen Wagensieg. Gefunden in Athen, östlich vom Turm der Winde. Athen, Nationalmuseum 1464.
Inv. 66–14.
Svoronos, Athener Nationalmuseum 29 ($$$$), 465ff. Nr. 161 Taf. 67; Lippold 198 Anm. 14; S. Karouzou, Musée Archéologique National (1968), 156.
831
Marmorbüste eines Galliers. Kopie nach einer bewegten Statue, die wie das sog. «Grosse Attalische Weihgeschenk» (vgl. Nr. 241) zu einem ähnlichen Siegesanathem gehören könnte. London, British Museum Nr. 1860.
Inv. 66–31.
P. R. v. Bienkowski, Die Darstellungen der Gallier in der hellenistischen Kunst ($$$$), 20 Nr. 10 Abb. 25a,b; R. Horn, RM 52, 1937, 152; Lippold 342 Anm. 8 Taf. 114,4; BrBr 80,703; Zur Replik im Vatikan: Helbig 169. Vgl. ferner die Skulpturen von Sperlonga.
832
Statue des Mausolos (Dynast von Karien 377–352 v. Chr.), von seinem Grabmal in Halikarnass. Werk des Bryaxis (?). London, British Museum 1000.
Inv. 66–33.
Lippold 257 Anm. 4 Taf. 93,2; Buschor, Maussolos und Alexander ($$$$); Lullies–Hirmer Taf. 211–213.
834
Behelmter männlicher Kopf. Marmorkopie nach einem Werk aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Paris, Louvre 931.
Inv. 66–35.
A. Furtwängler, Meisterwerke der griechischen Plastik (1893), 124 Taf. VI; Lippold 180 Anm. 1; J. Charbonneaux, La sculpture grecque et romaine au Musée du Louvre ($$$$), 33.
835
Rückseite des Votivreliefs Athen, Nationalmuseum 1783 (Echelos Basile, vgl. Nr. 644). Nach der Inschrift Hermes und den Nymphen geweiht. Dargestellt in der Mitte der Flussgott Kephissos, links neben ihm ein Heros (?), ihm gegenüber Artemis (?), rechts drei weibliche Figuren (Nymphen?).
Inv. 66–36.
U. Hausmann, Griechische Weihreliefs ($$$$), 37–38 Abb. 18; S. Karouzou, Musée Archéologique National (1968), 53.
836
Weihrelief aus dem Artemisheiligtum in Brauron (Attika). Dargestellt: links Zeus (?) und Hera (?) (vielleicht auch Poseidon und Leto), in der Mitte Apollon, rechts Artemis, am Bruchrand rechts die Beine einer Hirschkuh. Aus Brauron. Attisches Werk aus dem letzten Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Athen, Nationalmuseum.
Inv. 66–37.
$. Meletzis Papadakis, Nationalmuseum in Athen (1963) Taf. 56b; ArchDelt 22, 1967, A 194 Taf. 103b (dort unter Anm. 127 weitere Literatur).
837
Grabstele des Chairedemos und Lykeas. Die Namen der Verstorbenen erscheinen auf der Kopfleiste. Attisches Marmorrelief aus dem Jahrzehnt 420–410 v. Chr. Piräus Museum.
Inv. 66–38.
H. Diepolder, Die attischen Grabreliefs des 5. und 4. Jhs. v. Chr. ($$$), 21 Taf. 16; Lippold 195 Anm. 10; N. Himmelmann–Wildschütz, Studien zum Ilissos Relief ($$$$), 19–20.
838
Kriegerkopf von den archaischen (um 480 v. Chr. ersetzten) Ostgiebelfiguren des Aphaia Tempels in Aegina. Arbeit aus dem Jahrzehnt 500–490 v. Chr. Athen, Nationalmuseum Nr. 1933.
Inv. 66–39.
Lippold 99; S. Karouzou, Musée Archéologique National ($$$$), 22.
839
Frauenkopf. Athen, Nationalmuseum.
841
Statuette einer Aphrodite im Mantel, die ihren linken Fuss auf einen Vogel setzt. Aus Argos. Späthellenistisches Werk des 1. Jhs. v. Chr. Athen, Nationalmuseum 3248.
Inv. 66–42.
G. Krahmer, RM 38/39, 1923/24, 180–181 Abb. 5; G. Kleiner, Tanagrafiguren. Untersuchungen zur hellenistischen Kunst und Geschichte (1942), 250; S. Karouzou, Musée Archéologique National ($$$$), 183.
847
Marmorkopf einer Göttin mit Diadem. Die Haare über Stirn und Schläfen und anscheinend auch im Nacken waren getrennt gearbeitet (Stiftlöcher erhalten). Man hat auch einen Helm ergänzen und deshalb einen Athenakopf erkennen wollen, dagegen spricht aber wohl das umlaufende Diadem. Wohl grossgriechische Arbeit aus der Zeit um 480 v. Chr. In Rom erworben. Rom, Museo Barracco 81.
Inv. 67–2.
Collezione Barracco ($$$$), 32–33 Taf. 30; Lippold 100 Anm. 15; Helbig 1860 (dort überall als Athenakopf gedeutet gegen die Ergänzung mit Helm: Helbig 1087).
848
Marmorkopf eines Jünglings mit Buckellöckchen, die Pupillen waren in anderem Material (wohl Glas) eingelegt. Ostionisches Werk aus den ersten Jahren des 5. Jhs. v. Chr. In Rom erworben. Rom, Museo Barracco 80.
Inv. 67–3.
Collezione Barracco ($$$$), 32 Taf. 29; Helbig 1859.
849
Weiblicher Marmorkopf vom gleichen oder leicht variierten Typus wie Köpfe in Budapest und im Thermenmuseum. Wohl peloponnesisches Werk aus der Zeit um 460 v. Chr. Herkunft unbekannt. Rom, Museo Barracco 85.
Inv. 67–4.
Lippold 135 Anm. 3; Helbig 1870; Kopf Budapest: Hekler, Die Antiken in Budapest ($$$$) Nr. 10; Kopf Thermenmuseum: Helbig 2254.
850
Kopfreplik des Kasseler Apoll (s. Nr. 537 und 854). Rom, Museo Barracco 92.
Ergänzt: Teile an den Brauen, Lippen, der linken Wange und dem Kinn.
Inv. 67–5.
Collezione Barracco ($$$$), 34–35 Taf. 34–34a; Helbig 1878; E. M. Schmidt, Antike Plastik, 5. Lieferung (1966), 29–30 Taf. 39–41, 49d.
851
Weiblicher Marmorkopf von einem attischen Grabrelief aus der Zeit um 330 v. Chr. Die Frau war sicherlich im Gegenüber mit ihrem Gatten dargestellt (Fuchs hat vermutet, dass der bärtige Kopf Collezione Barracco Taf. 53 bis zu demselben Relief gehört). Rom, Museo Barracco 132.
Inv. 67–6.
Collezione Barracco ($$$$), 43 Taf. 54; Helbig 1912.
852
Reliefkopf einen bärtigen Mannes, vielleicht von einem attischen Grabrelief aus der Zeit kurz vor dem Luxusverbot des Demetrios von Phaleron (zwischen 318 und 307 v.Chr.). Rom, Museo Barracco 143.
Inv. 67–7.
Collezione Barracco ($$$$), 47 Taf. 62; Helbig 1898.
853
Grabstele eines Mädchens mit Taube. Auf der oberen Bruchfläche sind noch Reste eines Zapfenlochs zu erkennen, das zum Einsetzen einer das Relief einst bekrönenden Palmette diente. Wohl aus dem unteritalischen Raum stammende ionische Arbeit aus dem Jahrzehnt 480–470 v. Chr. Rom, Konservatorenpalast, Sala dei Monumenti arcaici 9.
Inv. 67–8.
Lippold 94 Anm. 3; E. Curtius, Interpretationen von sechs griechischen Bildwerken ($$$$), 37ff. Taf. 2; Helbig 1506.
854
Kopfreplik des Kasseler Apoll (s. Nr. 537 und 850). Rom, Museo Nuovo Capitolino Nr. 2013.
Ergänzt: Der durch die linke Wange, die Kalotte und die rechte Halspartie in zwei Stücke gebrochene Marmorkopf ist durch Gips zusammengefügt, dabei rechts ein Stück des Zopfes mit Gips verschmiert.
Inv. 67–10.
Helbig 1788; E. M. Schmidt, Antike Plastik, 5. Lieferung, (1966), 30ff. Taf. 42–44, 49b.
855
Marmortorso eines bewegten Satyrn. Entstanden nach dem grossen Fries von Pergamon (s. Nr. 253 255) in der 2.Hälfte des 2. oder zu Beginn des 1. Jhs. v. Chr. Herkunft unbekannt Aus der Sammlung Gaddi. Florenz, Uffizien Inv. 335.
Inv. 67–11.
Lippold 330 Anm. 10; G. Mansuelli, Galleria degli Uffizi ($$$$), Nr. 126 Abb. 127a–d; H. Möbius, Antike Plastik, 10. Lieferung, (1970) 47ff. Taf. 38–39.
856
Weiblicher Kopf mit Halbdiadem. Originale Marmorarbeit wohl aus der Zeit um oder nach 430 v. Chr. Athen, Agora Inv. 2094.
Inv. 67–12.
E. B. Harrison, Hesperia 29, 1960, 369–370 Taf. 81a–b.
857
Marmorkopie vom Kopf des Aristogeiton aus der Tyrannenmördergruppe (vgl. Nr. 76–77).
Ergänzt: Teil der Nase, Stück in der rechten Schnurrbartsträhne, das linke Ohr und ein Teil des rechten, ein Stück im Nacken, die Herme mit der Inschrift: Pherekydes.
Inv. 67–13.
A. Blanco, Cat. de la escultura Mus. del Prado ($$$$), Nr. 78. Eg Taf. 35–36.
858
Sog. «Eros Soranzo». Marmorkopie oder Umbildung von einem Bronzeoriginal aus der Zeit um 460 v. Chr. Leningrad, Ermitage.
Ergänzt: Nase, ein Stück des linken Unterarmes über dem Handgelenk, die Finger der linken Hand, bis auf die Ansätze mit Ausnahme des Zeigefingers, Basis.
Inv. 67–14.
O. Waldhauer, Die antiken Skulpturen der Ermitage ($$$$), II Nr. 85 Taf. I,II; Lippold 130 Anm. 10.
859
Aphroditestatuette, auf ein Kultbild gestützt. Griechische Originalarbeit aus dem letzten Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Aus Corneto. Berlin, Pergamonmuseum.
Inv. 67–15.
Lippold 155 Anm. 12; C. Blümel, Die Klassisch Griechischen Skulpturen der Staatlichen Museen zu Berlin (1966), 98 Nr. 117 Abb. 192–195.
860
Marmorstatue eines sitzenden Jünglings. Fuchs vermutet in ihr eine Dionysosfigur aus dem 388 v. Chr. errichteten Metroon von Olympia. Olympia, Museum.
Inv. 67–16.
W. Fuchs, AM 71, 1956, 66ff. Beil. 44–46.
861
Bronzestatue eines Jünglings, der auf Akanthusranken, von denen Reste in den Händen zu erkennen sind, wohl eine Kerze trug. In der frühen Kaiserzeit in Anlehnung an ein Werk des frühen 4. Jhs. v. Chr. geschaffen. Aus dem Meer bei Salamis. Berlin, Pergamonmuseum SK 1.
Inv. 67–17.
Lippold 261 Anm. 16; G. Bruns, Antike Bronzen ($$$$), 56 Abb. 39.
862
Athena mit der Kreuzbandägis. Marmor. Wohl hellenistische Umbildung von einem Werk aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Aus Pergamon. Berlin, Pergamonmuseum.
Inv. 67–18.
Altertümer von Pergamon VII ($$$$), 1 Nr. 22; Lippold 181 Anm. 11; C. Weickert, Griechische Plastik ($$$$), 71 Abb. 38.
863
Puteal (Brunnenöffnung) mit der Darstellung der Athena Geburt und Moiren. Neuattisches Werk. Madrid, Museo arqueologico.
Inv. 67–19.
EA 1724–1729; Lippold 152 Anm. 1; W. Fuchs, Die Vorbilder der neuattischen Reliefs ($$$$), 71, 132, 143, 179 Nr. 16.
864
Statuenbasis aus Marmor in Form eines Astragals (Knöchels). Wohl aus klassischer Zeit. Olympia, Museum.
Inv. 67–20.
G. Treu, Olympia III. Die Bildwerke von Olympia in Stein und Ton (1897), 212ff. Taf. 55,4–5.
865
Kopf einer Heroine (?). Marmor. Kopie von einem Werk aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Aus der Sammlung Campana. Leningrad, Ermitage 264.
Inv. 67–21.
O. Waldhauer, Die Skulpturen der Ermitage III ($$$$), 29–30 Nr. 264 Taf. 22; J. Dörig, JdI 80, 1965, 175ff. Abb. 189 201–222.
866
Basalttorso einer nackten Jünglingsfigur. Römische Kopie oder Umbildung von einem Werk aus der 1. Hälfte des 4. Jhs. v. Chr, Zürich, Kunsthaus.
Inv. 67–22.
867
Aphrodite Statue vom Typus der «Anadyomene». Marmor. Im Kunsthandel.
Inv. 67–24.
Unveröffentlicht. Vgl. M. Bieber, The Sculpture of the Hellenistic Age ($$$$) 21 Abb. 36ff.
868
Kopf einer Sphinx. Kaiserzeitliche Marmorkopie von einem Werk aus der Mitte des 5. Jh. v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Leihgabe).
Inv. 67–25.
E. Berger, AntK 11, 1968, 73ff. Taf. 22 36,3 124.
869
Kopf eines Knaben. Replik vom Kopf des «Dornausziehers» (s. Nr. 285). Basel, Antikenmuseum (Leihgabe).
Inv.67–26.
E. Berger, AntK 11, 1968, 71ff. Taf. 20,1.2.
870
Büste einer Aphrodite (?), am Bruch der Rest eines Mantelsaumes erhalten. Abgewandelter Typus des späten 4. Jhs. v. Chr. Im Schweizer Kunsthandel.
Inv. 67–27.
871
Kouroskopf, der auf einen auf Samos gefundenen Torso aufpasst. Istanbul, Antikenmuseum.
Inv. 67–28.
F. Eckstein, Antike Plastik, 1. Lieferung (1962), 47ff. Taf.45–54.
872
Statue eines bogenschiessenden Apoll. Parischer Marmor. Wohl vom gleichen Giebel wie die Niobiden Nr. 144, 591–593. Aus Rom. Rom, Konservatorenpalast.
Ergänzt: Ausser dem abgegossenen Rumpf und Kopf sind noch der linke Arm, beide Beine, die rechte Hand und einst eingesetzte Bronzelocken erhalten.
Inv. 67–29.
Helbig 1642.
873
Athenakopf vom Typus der Athena Medici (Replik von Nr. 552, 874). Marmor. London, British Museum Nr. 1572.
Ergänzt: Nasenspitze, Teile am Nackenschutz des Helms.
Inv. 67–30.
W. Amelung, OeJh 11, 1908, 177ff. Abb. 65–67 (dort noch mit ergänztem Helm); weitere Lit. s. u. Nr. 552, vgl. ferner: Helbig 2263.
874
Athenakopf vom Typus «Athena Medici» (Replik von Nr. 552, 873). Marmor. Sevilla, Casa de Pilatos.
Ergänzt: Nase, Augäpfel; Stirnhaar nach Langlotz modern in den antiken Helmrand eingemeisselt, dabei Helmspitze abgearbeitet.
Inv. 67–31.
$, MadMit 1, 1960, 164ff. Taf. 46–51.
875
Kopfreplik des Aristogeiton aus der Tyrannenmördergruppe (s. Nr. 76–77, 503). Marmor. Rom, Vatikanische Museen, Magazin.
Inv. 67–32.
G. Kaschnitz–Weinberg, Sculture del Magazzino del Vaticano ($$$$), Nr. 1 Taf. 1,I. Zur neueren Lit. s. Helbig 1646 und 1768.
876
Jünglingskopf aus parischem Marmor. 500–480 v. Chr. Aus Kyrene. Kyrene, Museum.
Inv. 67–33.
E. Paribeni, Catalogo delle sculture di Cirene ($$$$), Nr. 13 Taf. 18, 19.
877
Weiblicher Marmorkopf von einer Akrolithstatue (Körper und Schädelkalotte waren in anderem Material gearbeitet), die Augen einst eingesetzt. Um 480 v. Chr. Angeblich aus El Agar. Kyrene, Museum.
Inv. 67–34.
E. Paribeni, Catalogo delle sculture di Cirene ($$$$), Nr. 25.
878
Bessere Replik des Aphrodite (?) Kopftypus Nr. 810. Marmor. Die obere Haarpartie war in Stuck aufgesetzt. Brescia, Museo Civico.
Inv. 67–35.
V. M. Strocka, Jdl 82, 1967, 110ff. Abb. 1–4, 9–11.
879
Kopf einer Psyche aus einer Eros Psyche Gruppe des 3. Jhs. v. Chr. Römische Marmorkopie. Aus Izmir. Bonn, Akademisches Kunstmuseum.
Inv. 67–36.
Antiken aus dem Akademischen Kunstmuseum Bonn ($$$$), Nr. 11 Taf. 899.
880
Die Tyche (Stadtgöttin) von Antiochia. Marmorstatuettenkopie von einem im 1. Viertel des 3. Jhs. v. Chr. von Eutychides geschaffenen Werk. Budapest, Museum der bildenden Künste.
Inv. 67–37.
A. Hekler, Die Sammlung der antiken Skulpturen Budapest ($$$$), Nr. 52; Lippold 296.
881
Fragment von einer knabenraubenden Sphinx. Kopie der Armlehnenstützen vom Zeusthron des Phidias in Olympia (?). Aus grün schwarzem Stein. Gefunden in Ephesos. Wien, Kunsthistorisches Museum.
Inv. 67–38.
F. Eichler, OeJh 30, 1937, 75ff.; Lippold 143,10.
882
Marmorrelief: Herakles bei den Hesperiden. Aus dem gleichen Reliefzyklus wie das Orpheusrelief Nr. 155. (Abguss ohne moderne Ergänzungen). Rom, Villa Albani.
Inv. 67–39.
Lippold 202,7; H. Thompson, Hesperia 21, 1952, 60ff. Taf. 17c.
883
Relieffragment mit einem Sohn und einer Tochter der Niobe. Wie Nr. 596, 596a, 884–886 vermutlich eine Kopie des am Thron des Zeuskultbildes in Olympia angebrachten Niobidenfrieses. Florenz, Sammlung Milani.
Inv. 67–40
H. Schrader, Jdl 47, 1932, 162 Abb. 11; Zur Rekonstruktion des Frieses zuletzt: C. W. Clairmont, AntK 6, 1963, 23ff.
884
Relieffragment mit zwei Söhnen der Niobe. Kopie nach demselben Fries wie Nr. 596, 596a, 883, 885, 886. Bologna, Palazzo Bevilacqua.
Inv. 67–41.
H. Schrader, Jdl 47, 1932, 162 Abb. 12.
885
Niobidenrelief. Marmorkopie nach demselben Fries wie Nr. 596, 596a, 883, 884, 886. Leningrad, Ermitage.
Inv. 67–42.
H. Schrader, JdI 47, 1932, 155 Abb. 4.
886
Niobidenrelief. Marmorkopie nach demselben Fries wie Nr. 596, 596a, 883 885. Leningrad, Ermitage.
Inv. 67–43.
H. Schrader, JdI 47, 1932, 155 Abb. 5.
888
Basis und Füsse des «Protesilaes»–Torso aus Kyzikos (Nr. 600), hier zusammengesetzt mit den Unterschenkeln der Statuenreplik in New York. London, British Museum Nr. 1538b.
Inv. 68 1.
B. Schröder, JdI 39, 1914, 161–162 Abb. 26 (dort abgebildet ohne die später aufgesetzten Unterschenkel der Replik). G. M. A. Richter, The Metropolitan Museum of Art, Catalogue of Greek sculptures (1954), Nr. 27 Taf. 25, 26.
889
Grabstatue des Aristodikos. Parischer Marmor. Aus den Jahren um 500 v. Chr. Gefunden bei Anavysos (Attika). Athen, Nationalmuseum Nr. 3938.
Inv. 68–2.
C. Karouzou, Aristodikos (1961).
890
Kopf eines Kouros vom Dipylon (Athen). Inselmarmor. Um 600 v. Chr. (von derselben Statue wurde noch die rechte Hand gefunden). Athen, Nationalmuseum Nr. 3372.
Inv. 68–3.
Lippold 38,8 Taf. 8,2; Richter, Kouroi Nr. 6 Abb. 50–53.
891
Kouros von Volomandra (Attika). Parischer Marmor. Aus dem Jahrzehnt 560–550 v. Chr. Athen, Nationalmuseum Nr. 1906.
Inv. 68–4.
Richter, Kouroi Nr. 63 Abb. 208–216.
892
Sphinx von der Bekrönung einer Grabstele. Parischer Marmor. Wohl aus den Jahren kurz nach der Mitte des 6. Jhs. v. Chr. Aus dem Piräus. Athen, Nationalmuseum Nr. 76.
Inv. 68–5.
G. M. A. Richter, The Archaic Gravestones of Attica (1961), Nr. 19 Abb. 64–65.
893
Sphinx aus Spata in Attika (Bekrönung einer Grabstele). Parischer Marmor. Um 570 v. Chr. Athen, Nationalmuseum Nr. 28.
Inv. 68–6.
G. M. A. Richter, The Archaic Gravestones of Attica (1961), Nr. 12 Abb. 40–41.
894
Fragment mit bärtigem Mann von einer grossen Naiskosstele (um 330–320 v. Chr.). Auf dem zugehörigen (im Museum jetzt angefügten) Epistyl erschienen der Name des Toten Alexon, seiner Frau, seines Sohnes und einer Dienerin. Athen, Nationalmuseum Nr. 2574.
Inv. 68–10.
H. Diepolder, Die attischen Grabreliefs des 5. und 4. Jhs. v. Chr. ($$$$), 54 Taf. 53. Zur Zusammenfügung mit dem Naiskos vgl. S. Karouzou, Musée Archéologique National (1968), 123.
895
Statuettenfragment eines auf einem Felsen schlafenden Satyrn. Marmor. An hellenistische Vorbilder erinnerndes kaiserzeitliches Werk. Im Schweizer Privatbesitz.
Inv. 68–12.
Unveröffentlicht.
896
Torso einer männlichen Statue aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Römische Marmorkopie. Nach E. Berger der Zeus aus der auf Samos aufgestellten dreifigurigen Statuengruppe des Myron, die die Einführung des Herakles in den Olymp darstellte. Aus dem Marcellustheater in Rom. Rom, Konservatorenpalast.
Inv. 68–13.
E. Berger, RM 76, 1969, 66ff. Taf. 31–33.
897
Torso einer nackten männlichen Statue, die auf das gleiche Vorbild zurückgeht wie der Krieger aus der Villa Hadriana (Nr. 898). Gräulicher Marmor. Aus der Nähe der Diokletiansthermen, Rom. Rom, Thermenmuseum.
Inv. 68–14.
E. Berger, RM 65, 1958, 8ff. Taf. 7–9,1; Helbig 2250.
898
Statue eines Kriegers aus der Villa Hadriana. E. Berger vermutet in ihr eine Kopie des Theseus aus dem von Phidias geschaffenen, in Delphi aufgestellten Marathon Weihgeschenk der Athener. Marmor. Tivoli, Villa Hadriana.
Inv. 68–15.
E. Berger, RM 65, 1958, 6ff. Taf. 4–5, 11–12, 9, 24.
899
Replik der Amazone Mattei (Nr. 108) aus der Villa Hadriana. Tivoli, Villa Hadriana.
Inv. 68–16.
B. Schweitzer, Jdl 72, 1957, 1ff. Abb. 1.
900
Kolossaler bärtiger Marmorkopf. Original aus der Zeit des grossen pergamenischen Frieses (s. Nr. 253 255). Hinten ausgehöhlt, nach Ausweis der Bohrlöcher lag Metallschmuck im Haar. In welchem Zusammenhang der Kopf einst stand (Architekturplastik? frei aufgestellte Gruppe?) ist ungewiss. Pergamon, Museum.
Inv. 68–17.
$, AA 8, 1966, 467 Abb. 41a–c.
901
Zeus–Ammon–Büste. Marmor. Kopien in Wörlitz und Kassel geben das gleiche um 440 v. Chr. zu datierende Vorbild wieder. Von E. Berger mit dem Torso Milles verbunden (s. Nr. 950). Neapel, Museo Nazionale.
Inv. 68–18.
E. Berger, AntK 11, 1968, 138ff.; ders., HM 761 1969, 86 Taf. 36.
902
Fragment eines Relieffrieses mit zwei Giganten. Marmor. Kopie des 1. Jhs. v. Chr. nach einem Fries der wohl in der Mitte des 2. Jhs. geschaffen wurde. Basel, Antikenmuseum (Leihgabe).
Inv. 68–19.
E. Berger, AntK 11, 1968, 124 Taf. 40.
903
Kopf einer Kore aus Eleusis. Marmor. Wohl aus dem Jahrzehnt 520–510 v. Chr. (Auf dem Schmuck am rechten Ohr grüne Ornamente erhalten.) Athen, Nationalmuseum Nr. 27.
Inv. 68–8.
Richter, Korai Nr. 142 Abb. 452–453.
904
Kopf der Athena, in Anlehnung an ein Vorbild aus dem 4. Jh. v. Chr. Schweizer Privatbesitz (ehemals Slg. Stroganoff).
Inv. 68–21.
908
Frauenporträt aus spätantoninischer Zeit, Bildnissen der Antonia minor (ca. 130–175 n. Chr.) und Lucilla (149–182 n. Chr.) verwandt. Gefunden in Aphrodisias (Kleinasien).
Inv. 68–32.
Unveröffentlicht. Vgl. M. Wegner, Die Herrscherbildnisse in antoninischer Zeit ($$$$), Taf. 34; I. Hosenbaum, Roman and Early Byzantine Portrait Sculpture in Asia Minor ($$$$), Taf. 33.
909
Zwei Fragmente vom Ober– und Unterkörper einer weiblichen Statue, die M. Wegner entdeckte und in denen er die Reste der Hera vom Parthenon–Ostgiebel vermutete (s. Nr. 128, 129, 131, 561–566). Athen, Akropolismuseum 1363.
Inv. 68–33a–b.
F. Brommer, Die Skulpturen der Parthenon–Giebel ($$$$), 97 Taf. 136, 137. Zur Rekonstruktion demnächst E. Berger, Antike Kunst 1972/2, $$–$$. Vom zugehörigen Kopf stammt vielleicht das Fragment Nr. 912.
910
Unterkörperfragment einer weiblichen Statue, wahrscheinlich zu den Parthenon–Skulpturen gehörig (nach M. Wegner zum Westgiebel, nach E. Berger zum Ostgiebel). Athen, Akropolismuseum 6713.
Inv. 68–34.
M. Wegner, Festschrift B. Schweitzer ($$$$), 185ff. Taf. 40; E. Berger, Parthenon–Ostgiebel ($$$$), 52ff. Taf. 9; F. Brommer, Die Skulpturen der Parthenon–Giebel ($$$$), 97ff. Nr. 9 Taf. 138.
911
Männlicher Torso (H) vom Parthenon–Ostgiebel (Poseidon?, Hephaistos?). Athen, Akropolismuseum 880.
Inv. 68–35.
F. Brommer, Die Skulpturen der Parthenon–Giebel ($$$$), 15–16 Taf. 439–444; vgl. dazu: W. Fuchs, Gnomon 39, 1967, 163.
912
Fragment eines wohl weiblichen Kopfes aus dem Parthenon–Ostgiebel (?). Von den meisten gegen Marcadé (Helios) als Hera gedeutet. Athen, Akropolismuseum 2381.
Inv. 68–36.
F. Brommer, Die Skulpturen der Parthenon Giebel ($$$$), 92 Nr. 7 Taf. 134, 135.
913
Weiblicher Kopf mit Haube aus dem Parthenon Ostgiebel Athen, Akropolismuseum 935.
Inv. 68–37.
E. Berger, Parthenon–Ostgiebel ($$$$), 66; F. Brommer, Die Skulpturen der Parthenon–Giebel ($$$$), 22, 26 Taf. 133.
914
Kopffragment, von E. Berger den Parthenon Giebeln zugeschrieben. Athen, Akropolismuseum Nr. 2184.
Inv. 68–38.
E. Berger, AM 71, 1956, 155ff. Taf. IX, X; F. Brommer, Die Skulpturen der Parthenon Giebel ($$$$), 99 Nr. 14.
915
Die 32. Metope von der Südseite des Parthenon (vgl. Nr. 110–115). London, British Museum 321.
Inv. 68–39.
F. Brommer, Die Metopen des Parthenon ($$$$), 128–129, Taf. 236–239, 152, 153.
916
Marmorrundbasis für eine Bronzestatue. Die Reste der Weihinschrift haben zu der Vermutung geführt, dass die Basis die literarisch überlieferte von Demetrios von Alopeke gefertigte Statue der Athena Priesterin Lysimache trug. Datierung umstritten (noch 5. Jh. v. Chr.? 1. Hälfte des 4. Jhs. v. Chr.?). Athen, auf der Akropolis westlich vom Parthenon.
Inv. 68–40.
E. Löwy, Inschriften griechischer Bildhauer ($$$$), Nr. 64; E. Berger, AntK 11, 1968, 68–69 Anm. 63.
917
Römische Marmorkopie der Bronzestatue des Marsyas aus der Athena Marsyas Gruppe des Myron (vgl. Nr. 102). Rom, einst im Lateran, jetzt in den Vatikanischen Museen.
Ergänzt: Die einst ergänzten Arme sind abgenommen, der lange Pferdeschwanz wohl schon antik gebrochen und bockschwanzähnlich zurechtgestutzt.
Inv. 68–41.
Helbig 1065.
918
Kopf von der Porträtstatue eines Herrschers oder Feldherrn. Marmorkopie. Das wohl kurz vor der Mitte des 5. Jhs. v. Chr. entstandene Original scheint in Sizilien gestanden zu haben. Aus dem Kunsthandel, dann Wiener und jetzt Pariser Privatbesitz.
Inv. 69–1.
P. Arndt, Festschrift Amelung (1928), 4ff. Abb. 1–3; Lippold 129,7; H. A. Cahn, Kunstwerke der Antike, Auktionskatalog XVIII (1958), Nr. 4; W. Gauer, Jdl 83, 1968, 155ff. Abb. 24 (Kopfreplik in Messina dort Abb. 21, 22); G. Hafner, RM 76, 1969, 21ff. Taf. 5,3–4.
919
Kopf einer Göttin. Marmorkopie nach einem Werk aus der Zeit um 430/420 v. Chr. Nach Ausweis anderer Repliken fiel unterhalb des Haarkranzes ein Schopf auf den Rücken herab. Einst Rom, Antiquarium Comunale, jetzt Privatbesitz.
Inv. 69–2.
EA 2048e–2049; Repliken zusammengestellt von G. Guidi, Africa Italiana 4, 1931, 4ff. und F. Poulsen, Catalogue of Ancient Sculpture in the Ny Carlsberg Glyptothek (1951), Nr. 297.
921
Kopf eines Dionysos. Marmorkopie nach einem Werk des frühen Hellenismus. Der Kopf ist im Museum auf einen nicht zugehörigen Torso gesetzt. Venedig, Dogenpalast.
Ergänzt: Nase, Lippen, Kinn, Brauen, der grösste Teil der Stirn, Locken über der Stirn. Pupillenangabe wohl modern.
Inv. 69–3.
EA 2493–2495; Eine neue Veröffentlichung des Kopfes von J. Dörig ($$$$), steht bevor.
922
Weihrelief aus dem 2. Jh. v. Chr. Rechts ein Götterpaar mit Szeptern, an das hinter einem Altar eine opfernde Familie herantritt, im Hintergrund neben der Platane ein Pfeiler mit Götteridolen. Aus Griechenland. München, Glyptothek Nr. 206.
Inv. 69–4.
Lippold 339,30; H. G. Beyen, BullAntBeschav 27, 1952, 1–2 Abb. 1; U. Hausmann, Griechische Weihreliefs ($$$$), 89ff. Abb. 55–56; H. v. Steuben, AA 82, 1967, 428–429.
923
Antefix mit dem Kopf einer Silensmaske aus Sizilien. Ton. Um 520 v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. Kuhn ??).
Inv. 69–5.
K. Schefold, Führer durch das Antikenmuseum Basel ($$$$), 117 Nr. 168.
925
Aphroditekopf «Kaufmann» (s. Nr. 184).
Inv. 69–7.
926
Einst als Wasserspeier verwendeter Kalksteinlöwe. Original aus der Zeit um 670/660 v. Chr. Aus Olympia. Olympia, Museum.
Inv. 69–8.
Lippold 26,5; H. Gabelmann, Studien zum frühgriechischen Löwenbild, ($$$$), Kat. Nr. 2 Taf. 1,2.3 und 32,1.
927
Fragment einer thronenden Frau (mit Priesterbinde), die wegen ihrer reliefmässigen Anlage vor einem Hintergrund aufgestellt gewesen sein muss. In der Kaiserzeit in Anlehnung an ein Werk des späteren 5. Jhs. v. Chr. geschaffen. Basel, Antikenmuseum (Inv. BS 216).
Inv. 69–9.
K. Schefold, Führer durch das Antikenmuseum Basel ($$$$), 146 Nr. 52.
928
Porträt eines hellenistischen Herrschers, wahrscheinlich des Lysimachos von Thrakien. Römische Kopie nach einem Werk aus dem Ende des 4. Jhs. v. Chr. Ehemals Privatbesitz Gutzwiller, jetzt Slg. J. und A. Herrmann.
Inv. 69–10.
H. Bloesch, Antike Kunst in der Schweiz ($$$$), Nr. 35 Taf. 60; Richter, Portraits 257 Abb. 1751–1752.
929
Grabrelief eines Arztes. Marmor. Ostionisches Werk aus den Jahren um 480 v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. BS 236).
Inv.69–11.
E. Berger, Das Basler Arztrelief (1970).
930
Kauernde Aphroditestatuette. Marmorwerk. Wohl aus der 2. Hälfte des 2. Jhs. v. Chr. Schweizer Kunsthandel.
Inv. 69–12.
949
Statue eines Läufers. Marmorkopie eines Werkes aus dem frühen 4. Jh. v. Chr. Rom, Konservatorenpalast, Galleria Nr. 55.
Ergänzt: Teile des rechten Oberarmes, die Zehen des rechten Fusses, Stütze unter dem linken Fuss.
Inv. 69–31.
H. Stuart–Jones, A catalogue of the ancient sculptures preserved in the municipal collections of Rome 2: the sculptures of the Palazzo dei Conservatori (1926), Taf. 37 (Gall. 52); Helbig 1518.
950
Rekonstruktion einer Zeus–Ammon–Statue von E. Berger. Verwendet sind der Torso Milles, Stockholm, und der Kopf einer Herme in Neapel (Nr. 901).
Inv. 69–32.
E. Berger, AntK 11, 1968, 138ff. Taf. 39; ders., RM 76, 1969, 83ff. Taf. 38–40.
951
Torso einer Peplosträgerin. Römische Marmorkopie nach einer Statue aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Aus Cassoria. Neapel, Museo Nazionale Inv. 1411,8.
Inv. 69–33.
Bolletino d’Arte 1932/33, 284; Die Antike 13, 1937, Taf. 8; JdI 61/62, 1946/47, 103 Abb. 7.
952
Marmortorso einer Peplosstatue. Replik des «Typus Candia». Römische Kopie eines Werkes aus dem Jahrzehnt 460–450 v. Chr. Von Montesarchio. Neapel, Museo Nazionale Inv. 1428,4.
Inv. 69–34.
Lippold 132,10; NSc 21, 1924, 515ff. Taf. 24.
953
Kopfwiederholung von der Statue eines bärtigen Gottes aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Marmor. Neapel, Museo Nazionale Nr. 150196. Inv. 69 35.
A. Andrén, Rendiconti 35, 1963, 32ff. Abb. 5, 7, 9; ders., OpRom 5, 1965, 86 Abb. 6–7.
954
Porträtherme eines bärtigen Mannes. Marmorkopie nach einem Werk aus der 2. Hälfte des 2. Jhs. v. Chr. Aus der Pisonenvilla in Herculaneum. Neapel, Museo Nazionale Inv. 6152.
Inv. 69–36.
A. Ruesch, Guida del Museo Nazionale di Napoli (1911), Nr. 1143; ABr 949/950; Richter, Portraits 250.
955
Grabstele: Mann mit Hund. Signiert vom Naxier Alxenor. Marmor. 480–470 v. Chr. Aus Orchomenos. Athen, Nationalmuseum.
Inv. 69–37.
Lippold 114,5 Taf. 38,1; E. Berger, Das Basler Arztrelief ($$$$), 44 Abb. 45.
956
Statue eines bärtigen Kämpfers. Marmorkopie nach einem Werk aus dem Ende des 4. Jhs. v. Chr.(?). Dresden, Staatl.Skulpturensammlung.
Ergänzt: Plinthe, rechter Unterschenkel mit Fuss, linke Brust, Teil der linken Schulter.
Inv. 70–2.
P. Herrmann, Verzeichnis der antiken Originalbildwerke Dresden ($$$$), Nr. 236; BrBr 774/775; Lippold 272,2.
957
Statue eines unbärtigen Kämpfers. Marmorkopie nach einem Werk aus dem letzten Viertel des 4. Jh. v. Chr.(?). Dresdent Staatliche Skulpturensammlung.
Ergänzt: Linker Oberschenkel? rechter Unterschenkelg Stück im Glutäust Glied, Nase.
Inv. 70–3.
P. Herrmann, Verzeichnis der antiken Originalbildwerke Dresden ($$$$), Nr. 233; BrBr 772/773; Lippold 272,2.
958
Marmorkopf einer Sphinx (?). Wohl von einer Akroterfigur des Aphaiatempels (vgl. die Giebelfiguren des gleichen Tempels Nr. 36, 37, 45–49). Gefunden auf der Ostseite des Aphaiatempels, Aegina. München, Glyptothek Nr. 91.
Inv. 70–40.
A. Furtwängler et al., Aegina: Das Heiligtum der Aphaia (1906), Taf. 98 Nr. 177; A. Furtwängler, Beschreibung der Glyptothek König Ludwig’s I zu München (1900), 125 Nr. 91 Taf. 25 links).
959
Basalt Kopf. Kopie oder Umbildung eines Werkes um 460 v. Chr. Nach Sieveking leierspielender Orpheus, nach Langlotz sinnend stehende weibliche Figur. Aus Unteritalien. München, Glyptothek Nr. 523.
Inv. 70–5.
J. Sieveking, AA 1926, 334ff. Abb. 19,2; BrBr 698; E. Langlotz, JdI 61/62, 1946/47, 95ff.; Lippold 103,16.
960
Marmorkopf eines lachenden Satyrn, sog. «Fauno colla macchia» (nach dem grünen Fleck auf der rechten Gesichtshälfte). Umbildung oder Kopie von einem Werk des späten Hellenismus (2. Hälfte des 2. Jhs. oder Beginn des 1. Jhs. v. Chr.). Beim Grabmal der Caecilia Metella an der Via Appia in Rom gefunden. München, Glyptothek Nr. 222.
Inv. 70–6.
A. Furtwängler, Beschreibung der Glyptothek König Ludwig’s I zu München (1900), Nr. 222; BrBr 740; Lippold 330,5.
961
Kopfreplik der Kapitolinischen Venus. Marmorkopie. Datierung des Originales sehr umstritten: um 300 v. Chr. oder 1. Hälfte des 2. Jhs. v. Chr. München, Glyptothek Nr. 257a.
Inv. 70–7.
A. Furtwängler, Beschreibung der Glyptothek König Ludwig’s I zu München (1900), Nr. 257a; Zu den anderen Repliken: Lippold 291,9; Helbig 1277.
962
Kleine Grabstele mit (einst gemalter) Palmettenbekränzung und kleinem Bildfeld auf dem schlanken Schaft: ein sitzender Mann und eine sitzende Frau reichen sich die rechte Hand. Ostgriechisches Werk aus dem 3. Jh. v. Chr. Marmor. Genf, Privatbesitz.
Inv. 70–8.
Unveröffentlicht.
963
«Totenmahlrelief»: Der Heros auf der Kline, seine Gattin am Fussende, dahinter ein Schenkknabe, links ein Pferdekopf im Rahmen, am oberen Rand die Waffen des Heros. Wohl ostgriechisches Werk aus der Mitte des 4. Jhs. v. Chr. Basel, Antikenmuseum (Inv. BS 239).
Inv. 70–9.
Unveröffentlicht.
964
Marmortorso einer unterlebensgrossen Peplosstatue. Kopie von einem Werk aus dem 3. Viertel des 5. Jhs. v. Chr. Privatbesitz, Sammlung Ludwig.
Inv. 70–10.
Unveröffentlicht.
965
Mädchenstatuette in Chiton und Mantel mit eingestütztem linkem Arm. Wohl in der Kaiserzeit in Anlehnung an ein Werk des frühen 4. Jhs. v. Chr. geschaffen. Marmor. Im Schweizer Kunsthandel.
Inv. 70–11.
Unveröffentlicht.
966
Kouroskopf aus parischem Marmor. Wohl ausserattisches Werk aus der Zeit um 520 v. Chr. Herkunft unbekannt. 1835 von T. de Lagrene’e, Minister in Athen, der Stadt Amiens geschenkt. Jetzt als Leihgabe des Museums von Amiens im Louvre.
Ergänzt: An der Bruchfläche am Halsansatz ein Sockel aus Gips angefügt.
Inv. 65–3.
Richter, Kouroi Nr. 141 Abb. 404–405.
967–970
Marmorfries des sog. «Harpyien Monument», eines Grabmonumentes für einen lykischen Herrscher. Provinzielle ostionische Arbeit aus dem Jahrzehnt 480–470 v. Chr. Aus Xanthos. London, British Museum B 287.
Westseite (967a–d): rechts und links thront eine weibliche Gestalt, vor der rechten stehen drei Mädchen mit Ei, Blüte und Granatapfel in den Händen, vor der linken Sitzfigur die Oeffnung der Grabkammer, darüber eine Kuh, die ein Kalb säugt.
Ostseite (968a c): Der in der Mitte sitzenden greisenhaften männlichen Figur bringt ein Knabe Gaben (Hahn, Granatapfel?), rechts folgt ein Jüngling mit Hund, dem Sitzenden nähern sich von hinten zwei weitere männliche Figuren.
Auf dem Nord– (969a c) und Südfries (970a c) werden die Seelen von Verstorbenen (dargestellt als kleine menschliche Figuren) von Vogelwesen (früher als Harpyien gedeutet) nach den Seiten weggetragen. Der in der Mitte des Nordfrieses (969b) sitzende Mann empfängt von einem Jüngling einen Helm oder übergibt ihn ihm. Mittelszene des Südfrieses (970b): eine sitzende greisenhafte weibliche Figur hält einen Granatapfel und nimmt von einem Mädchen eine Taube entgegen. Deutung umstritten: nach H. Möbius u.a. heroisiert dargestellte verstorbene Herrscher, nach E. Berger auf der Ost und Westseite Unterweltsgötter, auf der Nord– und Südseite Szenen aus dem Diesseits.
Inv. 65 (4–7).
Lippold 67; H. Möbius, Theoria (FS W. H. Schuchhardt) ($$$$), 159ff.; E. Berger, Das Basler Arztrelief ($$$$), 129ff.; N. M. Kontoleon, Aspects de la Grèce préclassique ($$$$), 30ff. (dort auch zur Deutung).
971
Giebelrelief von einem Xanthischen Grabmal. Kalkstein. Ein sich gegenübersitzendes Herrscherpaar (rechts ein bärtiger Mann, links eine Frau), in der Mitte ein Pfeiler mit einer Sirene. Aus Xanthos. London, British Museum B 289.
Inv. 65–8.
Lippold 123,8; H. Möbius, Theoria (Festschrift W. H. Schuchhardt) ($$$$), 163 Abb. 3; E. Berger, Das Basler Arztrelief ($$$$), 135–136.
© Skulpturhalle Basel 2010 (barmasse.org)
