November 2003: Der Diadumenos des Polyklet

Die leicht überlebensgroße Jünglingsstatue geht auf eine Schöpfung des in Athen von ca. 450 bis 420 v.Chr. wirkenden Erzgießers Polyklet zurück. Sie gehört zu jenen herausragenden griechischen Kunstwerken, die sich bereits in der Antike größter Berühmtheit erfreuten und die dank zahlreichen römischen Marmorkopien gut überliefert sind, auch wenn die Originalwerke selbst verloren gegangen sind. Die hier gezeigte Replik stammt aus Delos und ist im Athener Nationalmuseum ausgestellt; sie gilt als die hinsichtlich ihrer stilistischen Qualität dem Original am nächsten stehende Kopie. Die nebenan zu sehende Kopie aus Vaison (Original im British Museum) ist zwar kompletter erhalten, in der plastischen Ausführung aber eher flau.

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