Mai 2010: Der Dresdener Zeus

Der sog. Dresdner Zeus steht mit aufgestützter Linken und gesenkter Rechten in entspannter Pose da. Das entlastete Bein ist vorgestellt und ruht mit ganzer Sohle auf dem Boden. Der bärtige Gott ist in einen langen Mantel gehüllt; das Gewand umspannt seine Beine und Hüften, bedeckt den gesamten Rücken und fällt vorne in einem langen Überwurf von der linken Schulter bis zum Boden herab. Über der rechten Schulter hat der Gott den Mantel gelöst, sodass der Stoff in einem dreieckigen Überschlag herabhängt und die rechte Oberkörperpartie frei lässt. Über dem vorgestreckten Spielbein spannt sich der Stoff deutlich und bildet mit den Falten ein dichtes Netz von geschwungenen Bahnen. Das dichte Kopf- und Barthaar umspannt das Gesicht trotz reicher Lockenbildung kompakt. Fest umrissen sind auch Nase, Augen und Brauen, die Lippen hingegen sind auffallend schmal. Der Kopf ist leicht zur Rechten gewendet; der Gott scheint aber nichts Bestimmtes zu fixieren, vielmehr erweckt er den Eindruck, er setze sich selbstbewusst den Blicken der Beschauer aus.

Dateien:
 Mai2010_ZeusDresden.pdf (291 K)