März 2010: Die Niobiden aus den Gärten des Sallust

1888 hat man auf dem Quirinal im Bereich, in welchem in der römischen Kaiserzeit die sog. Gärten des Sallust lagen, zwei Niobidenstatuen ausgegraben und nach Kopenhagen verkauft. Die gut erhaltenen Statuen aus parischem Marmor zeigen einen nackten Niobesohn, der bereits vom Pfeil niedergestreckt am Boden liegt, sowie eine seiner Schwestern, die fliehend noch versucht, sich vor den tödlichen Pfeilen durch den über ihren Rücken und Hinterkopf hochgehaltenen Peplos zu schützen. 18 Jahre später wurde im gleichen Gebiet eine weitere noch besser erhaltene Statue einer Niobidin gefunden. Dieses Mädchen ist im Lauf von einem Pfeil erfasst worden; sie versucht diesen zwar aus ihrem Rücken herauszuziehen, ist aber bereits in die Knie gesunken. Dabei ist ihr Kleid gerissen und herabgeglitten, sodass ihr gesamter Oberkörper entblößt erscheint. - Die drei Niobiden stellen nur einen Teil einer ursprünglich umfassenderen Gruppe mit wohl zwölf Kindern, die für die Vermessenheit ihrer Mutter Niobe (sie hat vor der Göttin Leto mit ihrem Kinderreichtum geprahlt), mit dem Tod büssen müssen.

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 Maerz2010_NiobidenSallust.pdf (213 K)