September 2011: Satyr und Hermaphrodit
Die Gruppe der beiden im Kampfgerangel ineinander verschlungenen nackten Leiber eines Satyrn und eines Hermaphroditen erfordert - um die Figuren richtig zu begreifen - die Betrachtung von mehreren Seiten. Die eigentliche Vorderansicht ist diejenige, in welcher der Hermaphrodit von hinten zu sehen ist; die Anspannung der Gesamtkomposition und das Szenische liest sich so am Eindrücklichsten: Der Satyr hat sich dem weiblich wirkenden Zwitterwesen von hinten genähert und umklammert es mit beiden Beinen. Das Opfer ist auf das linke Knie gesunken, das andere Bein ist weit nach vorne gestellt; dessen Versuch, nach vorne zu entkommen, verunmöglicht der Satyr, indem er mit dem linken Fuss das rechte Bein des Hermaphroditen nach aussen gezogen hat, sodass dieser gleich umstürzen müsste. Er wehrt sich jedoch erfolgreich mit beiden Händen: Mit seinem ausgestreckten rechten Arm fasst er dem Satyr schmerzhaft ins Gesicht und gleichzeitig stösst er mit dem anderen den rechten Fuss des Satyrn zurück, um dessen Beinumklammerung zu lösen.
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