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Aktuelle Ausstellung

«Floriane Tissières: Architectures Utopiques»

Sonderausstellung vom 20. April bis 11. Juli 2010

Vernissage: Di 20. März 2010, um 18:00 Uhr

Im Jahre 1996 hat die in Pully bei Lausanne lebende Künstlerin Floriane Tissières (Jg. 1951) ihre Säulenbilder im Rahmen der Ausstellung «A la Recherche du Temple perdu» in der Skulpturhalle gezeigt. Die Erfahrung, welche die Künstlerin damals mit dem Bestand der Skulpturhalle gemacht hat, inspirierte sie zu eigenem Experimentieren mit Gipsabgüssen. Nach verschiedenen Werkgruppen, in die bemalte Abgüsse einbezogen wurden, sowie zahlreichen Installationen in öffentlichen Räumen und in der Natur ist die Künstlerin der Materie Gips auch in ihren jüngsten Werken treu geblieben.

Modell der Künstlerin Floriane Tissières

Unter dem Titel «Architectures Utopiques» präsentiert die Künstlerin Gipsausgüsse, die sie aus Verpackungsmaterialen gewonnen hat. Ob Einlageplastik aus Bonbonieren, Kaffeerähmchen oder Pet-Flaschen – mit instinktivem Blick erkennt Tissierès die in den Hohlräumen alltäglicher Verpackungen verborgenen plastischen Formen. Der schöpferische Prozess offenbart bei aller Simplizität verblüffende Einblicke: Aus Verpackungen werden «Negativformen», aus deren Hohlräumen greifbare «Positive» gewonnen werden. Die entstandenen Ausgüsse erinnern an kühne architektonische Komplexe, die selbst bei starker fotografischer Vergrösserung nichts an plastischer Qualität und räumlicher Kraft einbüssen. Im Gegenteil: Utopisch anmutende Architekturformen treten dank der Wiedergewinnung in Gipsgestalt dinglich-real ans Licht.

Modell der Künstlerin Floriane Tissières